Der Burgtor der Burg Landštejn

Architektur und Baustil der Burg Landštejn

Die Burg Landštejn wurde ursprünglich im romanischen Stil erbaut. Während der Herrschaftszeit der österreichischen Familie Kraiger von Kraigk kamen sowohl gotische als auch komfortablere Elemente im Stil der Renaissance hinzu, wobei der romanische Grundcharakter des Anwesens erhalten blieb.

Die Burg Landštejn ist eine von nur noch drei romanischen Burgen in Tschechien. Selbst unter den romanischen Bauten Europas nimmt das Denkmal einen wichtigen Platz ein. Heute ist Landštejn eines der am besten erhaltenen Beispiele mittelalterlicher Befestigungssysteme.

Der älteste, romanische Teil mit einem zwischen zwei Wehrtürmen errichteten Palast ist in seiner Art einzigartig. Die Familie Landstein baute während ihrer Herrschaftszeit einen neuen Wohnturm.

Noch größeren Einfluss auf die Gestaltung nahmen allerdings die Kraiger. Wolfgang Kraiger von Kraigk kaufte 1469 nicht nur Ländereien hinzu, er baute auch Teile der Burg im spätgotischen Stil um. Der Hof wurde an der Mauer im Südwesten vergrößert und ein neuer Palast errichtet. Zu ihm gelangte man durch das Tor, das in den Mauerdurchbruch eingesetzt wurde. Dadurch wurde der Bau einer neuen Burgmauer nötig, die man mit Zinnen und drei halbzylindrischen Türmen ausstattete. Im Süden der Mauer kam ein Prismenturm hinzu.

Vermutlich Anfang des 16. Jahrhunderts baute man von Norden nach Süden im großen Bogen eine Burgmauer mit Schießscharten. Darin wurden zwei halbzylindrische Basteien integriert.

Durch die spätere Vollendung des gotischen Verteidigungssystems mit Wohnräumen im Bergfried erhielt die Burg einen weiteren Innenhof. Der erhabene Renaissance-Palast der Familie Krajíř (Kraiger von Kraigk) und die barocken Artilleriebastionen vollendeten die in mehreren Ausbaustufen durchgeführten Bauarbeiten.

Foto:

Innenseite des Tores in der Umfassungsmauer von Falk2Eigenes Werk, [CC BY-SA 4.0], Wikimedia Commons