Sgraffito-Häuser in Gmünd

Gmünd

Das beschauliche Städtchen Gmünd zählt geographisch zu Niederösterreich. Knapp 5370 Menschen bewohnen die Stadt an der Flussmündung der Lainsitz und des Braunaubaches.  Der Stadtname leitet sich von Gemünde (Zusammenfluss) ab.  Gmünd ist bekannt als das kulturelle und touristische Zentrum im Waldviertel. Außerdem befindet sich bei Gmünd der bekannte Naturpark Blockheide.

Sehenswertes in Gmünd

Großer Beliebtheit bei Besuchern erfreut sich die Gmünder Altstadt. Die sehenswerten Sgraffito-Häuser am Stadtplatz stammen aus dem 16. Jahrhundert. Am Stadtplatz befindet sich außerdem das Rathaus. Es beherbergt heute das Stadtmuseum und ein Eiscafé. Einen Besuch wert ist in Gmünd die katholische Pfarrkirche St. Stephan, deren Grundmauern aus dem 12/ 13 Jahrhundert stammen.

Rathaus in Gmünd
Das Bild zeigt den Hauptplatz von Gmünd.

Ganz oben auf der Prioritätsliste in Gmünd steht die Besichtigung des Gmünder Schlosses. Die Burg wurde erstmals im 12. Jahrhundert  schriftlich erwähnt. Die denkmalgeschützte Schlossanlage ist von einem englischen Park umgeben.

Aktivitäten

Wer Ruhe und Erholung inmitten faszinierenden Naturkulissen sucht, der ist in Gmünd genau richtig. Die Stadt wird von  der hügeligen Heidenlandschaft umrahmt. Die Wiesen und Flüsse beheimaten eine vielfältige Tier -und Pflanzenwelt. Viele davon sind seltene und bedrohte Arten.

Der Naturpark Blockheide-Gmünd

Der Naturpark Blockheide ist eine abwechslungsreiche Heidelandschaft rund um Gmünd. Der 1964 gegründete Park umfasst eine Fläche von 106 Hektar. Alljährlich kommen etwa 120.000 Besucher, um sich im Naturpark zu erholen.  Neben den sagenumwobenen Steinriesen und Wackelsteinen findet man im Park eigenwillige von der Natur geschaffte Granitblöcke. Unterschiedlich in Form und Aussehen werden einige Steine von Parkbesuchern als Pilzsteine, Pyramide, Brotlaib und Opferschale bezeichnet.  Der beinahe 30 Meter hohe  Aussichtsturm beherbergt unter anderem die empfehlenswerte Ausstellung „Die Geburt der Wackelsteine“.  Von der Aussichtswarte Blockheide hand man einen wunderbaren Blick bis nach Tschechien.

der Naturpark Blockheide bei Gmünd
Im Naturpark Blockheide bei Gmünd

Um die Blockheide ranken sich zahlreiche Legenden. Einer der Sagen zufolge sammelte Gott bei seiner Wanderung  vom Manhartsberg nach Westen nach der Welterschaffung alle Steine in ein Tuch. Im Gebiet des heutigen Naturparks riss das Tuch wegen seines schweren Gewichts.  Der müde Gott beschloss nach Hause zu gehen und ließ die Steine liegen, was uns den „steinreichen“ Park bescherte.

Der Naturpark ist das ganze Jahr hindurch geöffnet und kann in unterschiedlichen Touren entdeckt werden. Darunter sind auch interessante Themenwege, die sich zum Beispiel mit Granit, der Geschichte der Steinverarbeitung und den legendären Wackelsteinen beschäftigen. Sogar einen Marienkäferweg gibt es. Etliche der Wege sind für Rollstuhlfahrer geeignet und auch Hunde sind erlaubt, sodass man sich den Naturpark als Ausflugsziel für den Urlaub mit Hund in Österreich vormerken sollte.

Die Waldviertler Schmalspurbahnen

Im Sommer und an dem Adventwochenende ist Gmünd seit über 115 Jahren  ein Ausgangspunkt für Themenfahrten auf der berühmten Schmalspurbahn. Die Reise beginnt in Gmünd und führt durch den Wald mit Flur nach Litschau, Heidenreichstein und Groß Gerungs. Außerdem entdeckt man schöne Teiche und einmalige Granitblöcke während der Fahrt.

Fotos:

Sgraffito-Häuser am Stadtplatz in Gmünd von Wakowlk – Eigenes Werk, [CC BY-SA 3.0], Wikimedia Commons
Altes Rathaus in Gmünd von Duke of W4 – Eigenes Werk, [CC BY-SA 4.0], Wikimedia Commons
Naturpark Blockheide von Medbiker 1965 – Eigenes Werk, [CC BY-SA 3.0 at], Wikimedia Commons